Shiatsu | Yin Yang | Chi - Ki - Qi |Fünf Elemente
Meridiane | Meridian-Dehnübungen / Do In



Shiatsu
kommt aus dem Japanischen und bedeutet übersetzt »Fingerdruck«. Die Shiatsu-Praktizierende arbeitet mit Finger, Hand, Ellenbogen und/oder Knie an den 12 Meridianen, die aus der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM) übernommen und durch Shizuto Masunaga weiter entwickelt wurden. Masunaga ist der Begründer eines Meridian-orientierten Shiatsu, welches auch als Zen-Shiatsu bezeichnet wird. In diesem System der Ganzheitlichkeit befindet sich jeder Meridian im gesamten Körper wieder.

Die traditionelle chinesischen Medizin behandelt nur bestimmte Meridianpunkte. Im Shiatsu hingegen wird am gesamten Meridian-System gearbeitet.

Es geht hier nicht um spezielle Punkte, sondern darum, die Energie, Chi oder Qi in den Meridianen in Fluß zu halten oder sie wieder zum Fließen zu bringen. Ähnlich einem verstopften Rohrsystem, vor dem sich alles staut und hinter dem eine Leere ist.

Meridiane, die sich im Ungleichgewicht befinden, weisen zum einen eine Leere (Kyo) und zum anderen eine Fülle (Jitsu) auf. So kommt es zum Stau und mit der Zeit kann sich dieses Ungleichgewicht in den Organen manifestieren.
Shiatsu erfasst den momentanen Zustand der Meridiane und deren aktuelles Ungleichgewicht und setzt genau an diesem Punkt mit der Behandlung an.


 

 

 


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Yin und Yang

 



Yin/Yang Zeichen

Dao erzeugt eins,
Eins erzeugt zwei,
zwei erzeugt drei,
Drei erzeugt tausend Dinge
und Wesen.



In der traditionellen chinesischen und japanischen Philosophie geht alles, was existiert auf eine sog. Universalkraft = Dao oder Tao zurück. Dao ist der Ursprung aller Dinge, die Leere und Abwesenheit. Aus dieser Universalkraft entwickelt sich das Ruhende = Yin. Das Yin aber kann nicht alleine stehen und ohne die Bewegung nicht ruhend sein. So entsteht das Tätige, das Yang. Aus dem Zusammenspiel der Urprinzipien Yin und Yang bildet sich Qui, Ki oder Chi, die Ursubstanz des Universums.


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                                 Ki

Schriftzeichen Ki oder Chi
Das chinesische Schriftzeichen Chi beinhaltet die Bedeutung von „Dampf“, der feinstofflicheren, flüchtigeren Erscheinungsform und von Reis, seiner materiellen, langsameren Erscheinungsform.
 

Chi, Ki bildet somit neben Yin und Yang eines der drei Urprinzipien chinesischer und japanischer Philosophien. Aus den drei Urprinzipien entstehen „Tausend Dinge“, alles Leben und Sein auf dieser Welt.

In unserem Körper bewirkt Ki Bewegung, Wärme, Umwandlung und Schutz. Das Ki zirkuliert in den sogenannten Meridianen oder Wandlungsphasen in unserem Körper. Blut ist die materialisierte und flüssige Form des Ki und eher Yin. Es zirkuliert in Gefäßen und unterstützt Erneuerung und Wachstum. Blut braucht Ki, um in Bewegung zu bleiben und das Ki Blut, um zu den Organen zu gelangen und sie zu ernähren, aus denen es entsteht.

Dem Lebewesen stehen drei Ki-Quellen zur Verfügung:

1.Ursprungs-Ki,
2.die Luft,
3.die Nahrung.

Jedes dieser drei Ki-Quellen wird in unterschiedlichen Bereichen des Körpers verarbeitet und gespeichert.



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                   Die fünf Elemente



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Der Elemente Kreislauf
Die fünf Elemente Metall, Erde, Feuer , Wasser und Holz nennt man passenderer Weise „Wandlungsphasen“, da sie nicht statisch nebeneinander existieren, sondern sich gegenseitig beeinflussen und in einem fließenden Gleichgewicht zueinander stehen. Die Wandlungsphasen bringen sich gegenseitig hervor und können ohne die anderen nicht existieren.

Der ernährende Zyklus:
Dieser Zyklus zeigt (die Feile des Kreises), welches Element das nachfolgende hervorbringt und nährt. So kann eine Unausgewogenheit in einem Element das nächste beeinflussen oder in ihm entwickeln. Diese oft zu beobachtende Beziehung wird auch „ Mutter-Kind-Beziehung“ genannt. Wenn ein Element geschwächt ist und sich so im „Kind“ (im nächsten Element) entwickelt, ist das Problem bei der „Mutter“ (im ernährenden Element) zu finden.

Der Kontroll-Zyklus:
Der Kontroll-Zyklus (Pfeile innerhalb des Kreises) kontrolliert den ernährenden Zyklus. So kontrolliert jedes Element das übernächste und wacht darüber, daß dieses nicht zu dominant und stark wird. Es vermag das übernächste Element zu hemmen und verhindert so Qi-Stagnation.

Die Zyklen wirken gleichzeitig. Wenn sich ein Element ändert, beeinflusst es unweigerlich die anderen Elemente. Da der Mensch, sein Körper, sein Verhalten und seine Umgebung ständigen Veränderungen unterworfen ist, kann das Gleichgewicht, in dem er sich befindet nur ein Fließendes sein. Die Wandlungsphasen manifestieren sich u. a. in den 12 Hauptmeridianen, die durch den Körper ziehen und durch denen die Lebens-Energie (Chi oder Qi) fließt.

Der/die Shiatsu-Praktizierende hat durch die unterschiedlichen Manifestationen der Elemente die Möglichkeit, die momentane Lebenssituation, die Symptome, die Emotionen, etc. zu erkennen und zu verstehen. Mit der Arbeit an den Meridianen kann so gezielt auf allen drei Ebenen (Körper, Seele und Geist) das bedürftige Element unterstützt und gestärkt werden.


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Meridiane
Das Ki bewegt sich innerhalb von Leitbahnen, sogenannter Meridianen durch den ganzen Körper. 12 Hauptmeridiane, 8 Außerordentliche Meridiane und ein Netz von Nebenmeridianen durchziehen und versorgen den gesamten Körper.
Hauptaugenmerk liegt auf den 12 Hauptmeridianen und eventuell noch den zwei Außerordentlichen Meridianen Direktions- und Gouverneursgefäß.


In den Hauptmeridianen manifestieren sich die 5 Elemente. Jedes Element besteht aus einem Meridian-Paar:

Metall: Lunge/Dickdarm
Erde: Milz/Magen
Absolutes Feuer: Herz/Dünndarm
Wasser: Niere/Blase
Ergänzendes Feuer:
  Herzkreislauf/Dreifacherwärmer

Holz: Leber/Gallenblase

Deren Eigenschaften und Qualitäten sind in der Tabelle oben dargestellt.
Das Meridianpaar besteht jeweils aus einem Yin-Meridian und einem Yang-Meridian. Das Ki bewegt sich innerhalb dieser Meridiane in einer bestimmten Reihenfolge, die in der Meridianuhr (siehe Abbildung unten) ersichtlich wird. Zu bestimmten Zeiten bewegt sich Ki in bestimmten Meridianen.
Störungen und Ungleichgewichte eines Elementes können sich zu dem Zeitpunkt, in dem das Ki durch deren Meridiane fließt, besonders auffällig sein, sich stärker manifestieren oder nur zu diesem Zeitpunkt erscheinen.

Die 12 Grundfunktionen der Meridiane sind:

Ausscheidung, Austausch
Verteilung, Speicherung
Zirkulation, Schutz
Nahrungsaufnahme, Verdauung
Umwandlung, Integration
Reinigung, Vitalität

Diese Funktionen zeigen sich nicht nur auf der physischen Ebene (z. B. Nahrungsaufnahme),
sondern ebenfalls auf der psychischen Ebene
(z. B. Wissensaufnahme).
 



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Meridian-Dehnübungen / Do In:

Metall (Lunge / Dickdarm)
Erde (Milz / Magen)
absolutes Feuer (Herz / Dünndarm)
Wasser (Niere / Blase)
ergänzendes Feuer (Perikard / Dreifacher Erwärmer)
Holz (Leber / Gallenblase)
 


 

 

 

 
   
Blockaden und Widerstände sind die Ursachen von Unglücklichsein und Krankheit. Körperübungen helfen den Menschen, die manifestierten Wiederstände und Blockaden im Körper wahrzunehmen, kennen zulernen und mit ihnen bewusst umzugehen. Sie helfen, Energie zu verstehen und mit ihr zu arbeiten. Dabei kann sich der Geist wieder mit dem Körper verbinden und der Mensch das Leben wieder bewusster wahrnehmen.

Laut Shizuto Masunaga ist die optimale Methode zur Erlangung von Gesundheit und Wohlbefinden, die Kombination aus Behandlung und Körperübungen.

Das Zusammenspiel von Imaginationsübungen, Atmung, Bewegung und Entspannung geben dem Übenden die Möglichkeit, Körper und Geist zu integrieren: „Einheit von Körper und Geist“.

Die oben gezeigten Übungen stellen die sog. Grundübungen (Makko Ho`s) dar. Um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, sollten die Übungen täglich angewendet und in der gezeigten Reihenfolge durchgeführt werden. Die Reihenfolge entspricht dem Energiefluss der Organuhr.


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